März 2016

Die besondere Münze - März 2016

2000 Jahre Rheingrenze
Römisches Reich - Germanien durch Kaiser Tiberius

Erläuterungen:

  1. Die Münze ist ein römischer Silber-Denar (18-19 mm, 3,81 gr.). Die Vorderseite zeigt eine belorbeerte Büste des Kaisers Tiberius mit der Umschrift „TI(berius) CAESAR DIVI AUG(usti) F(ilius) AUGUSTUS“, übersetzt: Tiberius Cäsar, des göttlichen Augustus Sohn, Augustus.
    Die Rückseite zeigt Göttin Victoria, die Siegesgöttin mit Zepter und Zweig. Sie trägt sehr bekannte Gesichtszüge: Livia, die Mutter des Kaisers Tiberius. Die Aufschrift „PONTIFEX MAXIMUS“. bezeichnet die priesterliche Rolle des Kaiserhauses.
  2. Kaiser Tiberius (14-37 n. Chr.) rief nach Schlachten in Ostwestfalen seinen Feldherrn Germanicus (15 v.Chr. – 19 n.Chr.) nach Rom zurück. Dieser hatte nach der verlorenen Schlacht im Teutoburger Wald (9 n.Chr.) einen blutigen Rachefeldzug geführt. Er beerdigte die noch über der Erde liegenden römischen Soldaten, jedoch gelang es ihm nicht, die Germanen zu besiegen.
    Kaiser Tiberius zog daraus seine Konsequenzen. Er beendete 16 n.Chr. die römischen, strategischen Eroberungsversuche im rechtsrheinischen Germanien und machte den Rhein zur Grenze zwischen Germanien und dem Römischen Reich.
    Germanicus war der Vater u.a. von Kaiser Caligula (37-41) und der Köln-Gründerin Agrippina der Jüngeren.
  3. Durch die Prägung von Münzen mit Ihrem Abbild machten sich die Kaiser im gesamten Reich bekannt.
    Zur dieser Zeit war der Denar die Hauptsilbermünze im Römischen Reich. Ein Denar entsprach in etwa dem Tageslohn eines Arbeiters, ein normaler römischer Soldat verdiente ca. 250 Denare im Jahr. Die Kaufkraft lag bei ca. 15 bis 25 €, später – mit schwindendem Silbergehalt – verfiel der Wert.

Alle Münzen/Medaillen im Überblick

Scroll to top