Oktober 2019

Die besondere Münze - Oktober 2019

Friedensfrauen, Bundesrepublik Deutschland 2005
Auf die Verleihung des Friedensnobelpreises an Bertha von Suttner vor 100 Jahren

Entwurf: Bodo Broschat, Berlin
10 Euro, 18 g Ag 925 – 32,5 mm

Erläuterungen:

Bundesadler über 12 Europasternen, Umschrift mit Wert, Staatsbezeichnung und Jahr, Prägezeichen F der Staatlichen Münze Baden-Württemberg in Stuttgart –
RS. Portrait der jungen Bertha von Suttner vor dem Umriss ihres wichtigsten Buches mit dem Titel „Die Waffen nieder!“, darunter Darstellung von Opfern des Krieges, Umschrift –
glatter Münzrand mit Inschrift „EIPHNH PAX FRIEDEN EIPHNH PAX FRIEDEN“

Bertha Sophia Felicitas Freifrau von Suttner, geb. Gräfin Kinsky von Chinic und Tettau (Prag 1843 – 1914 Wien), war eine österreichische Schriftstellerin, die zum Gelderwerb unter Pseudonym Zeitungsartikel und Unterhaltungsromane schrieb. In Paris lernte sie die organisierte Friedensbewegung kennen und nahm 1899 an der ersten Haager Friedenskonferenz teil. Bereits 1889 erschien ihr Antikriegsroman Die Waffen nieder, der nach Erscheinen schnell, in mehrere Sprachen übersetzt, zu einem Bestseller wurde. Bertha von Suttner avancierte über die Jahre zur Wegbereiterin und führenden Persönlichkeit der internationalen Friedensbewegung vor dem Ersten Weltkrieg. Zusammen mit anderen Pazifist*innen gab sie die entscheidenden Anstöße für die Gründungen der Österreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde (1891) und der Deutschen Friedensgesellschaft (1892). 1905 wurde sie als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis geehrt, den sie zuvor mitinitiiert hatte. Nach ihr erhielten 14 weitere Frauen diese weltweit anerkannte Auszeichnung, womit diese Kategorie den vergleichsweise höchsten Frauenanteil aufweist. Münzprägungen gibt es nur zum Gedenken an Bertha von Suttner und an Mutter Teresa, die den Preis 1979 erhielt.

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